Toten Dichtern folgt man nicht

...es sei denn, man hat Tucholskys »Schloss Gripsholm« gelesen

Eine frühlingshafte Erzählung

von Heinrich Labentsch

 

Toten Dichtern folgt man nicht:
»Gen Norden, den Vögeln nach« … sowie den Dichtern vergangener Tage
Zwei Liebende fallen sich am Bahnsteig in die Arme – und doch beginnt die Reise hier erst. Auf den Spuren Tucholskys machen sich Peter und seine Geliebte Lydia auf den Weg nach Norden, mieten eine preiswerte Unterkunft und genießen eine unbeschwerte Zeit der Zweisamkeit. Heinrich Labentsch’ Erzählung ist eine gewitzte »Frühlingsgeschichte«: Amüsant und voller Augenblicke der Leichtigkeit folgt seine Erzählung dem unbeschwerten literarischen Vorbild »Schloss Gripsholm«. Idyllisch lieben die Protagonisten sich und den Frühling und lassen in alter Tucholsky-Manier die Seele baumeln.

208 S., Paperback, ISBN 978-3-95780-138-8


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Der Amethyst

Novellistische Studie

von Frank Bruno Wild

Bigna Odermatt und Jonas Kälin entdecken nach einer enttäuschenden Beziehung Bignas ihre tiefe, unverbrüchliche Zuneigung. Die
Naturheilerin und Spezialistin für Natursteine wie den Amethysten ist eine Bewunderin der mittelalterlichen Mystikerin Hildegard von
Bingen, Jonas verehrt den Forstexperten und Erfinder der Nachhaltigkeit: Carl von Carlowitz. Beide sind in der urwüchsigen und romantischen Landschaft des Ober-Engadins fest verwurzelt. Dann zerstört ein Amoklauf ihr Leben.

124 S., Hardcover, ISBN 978-3-95780-129-6

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Vom Anfangende

Kurzprosa

von Gerhard Lang

Als er einmal in einem Schuhkarton, in dem er noch immer alte Post aufbewahrte, in einem Briefkuvert, auf dem mit roter Tinte eine längst ungültige Adresse geschrieben steht, einen gefalteten Zettel entdeckte mit den Worten: Und denkst Du noch an mich …?, dachte er lange nach, war sich aber nicht sicher. 34 Kurzgeschichten

68 S., Hardcover, ISBN 978-3-95780-111-1

14,90 €

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Erlösung

von B. Wild

 

Auf dem Bahnhof, auf dem Schotter, zwischen den Geleisen, steht ein kleines Mädchen. Es sucht nach seinem Weg nach Hause.

Auf dem Bahnhof, am Ende des Bahnsteiges, steht ein Mann. Er möchte weg. Er hat sein Zuhause nicht gefunden, ist des Suchens müde, mag nicht mehr.

Die beiden treffen aufeinander, zeigen sich den Weg. Finden so nach Hause. Finden zueinander.

Die junge Frau richtet sich auf. Schaut auf die zwei schlichten Holzkreuze, das kleinere und das grössere; denkt an das Mädchen und dessen Vater. Dann sieht sie auf die Stelle, wo der Anhänger begraben liegt. Denkt an das dritte Kreuz, welches hierhergehört. Denkt: »Und wenn ich sie mit eigenen Händen aus der harten sibirischen Erde befreien muss« – mit der Entschlossenheit und dem Starrsinn, welche sie all die Jahre im Arbeitslager durchstehen ließen.

144 S., Paperback, ISBN  978-3-95780-086-2

12,90 €

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Viertelgeschichten

von Thomas Bruckmann

 

Eine Hommage an das Viertel Neuhausen, das nicht nur Wohnort, sondern Zuhause ist.

Es sind die kleinen Dinge im großen Ganzen, die das Leben letztlich ausmachen. Im Münchner Viertel Neuhausen sind das die Begegnungen in den Cafés und Kneipen, die alljährlichen Veranstaltungen und vor allem: seine Menschen. Man trifft sich, lächelt, grüßt, plaudert. Man kennt sich und seine Geschichten. Es sind alte Geschichten, aus früheren Leben, und zu diesen entstehen neue: bei spontanen Grillfeiern mit Live-Musik im Hinterhof, während langer Sommernächte auf den Straßen, in den Köpfen aufmerksamer Beobachter.

64 S., Hardcover, ISBN  978-3-95780-083-1

14,90 €

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Jonas

Hundegeschichten

von Jürgen Drews

 

Der Hund gilt als der beste Freund des Menschen und begleitet ihn seit Tausenden von Jahren. Während er uns früher als Nutztier beim Jagen oder Schafehüten zur Seite stand, erfreut er uns heute vor allem als ein geliebtes Mitglied der Familie.
In seinen »Hundegeschichten« beschreibt Jürgen Drews das Zusammenleben mit Schäferhundrüde Jonas – die Ankunft als Welpe in der neuen Familie, die Herausforderungen und Bereicherungen, die ein vierbeiniger Weggefährte mit sich bringt. Die Geschichten dieses Buches berühren die Herzen von Hundefreunden auf wunderbare Weise und zaubern ein Schmunzeln ins Gesicht.

124 S., Hardcover, ISBN  978-3-95780-063-3

14,00 €

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Poppel und Mietzis Reise

von Ralf Spettnagel

 

Er und sie sind ein Paar. Sie wollen für immer zusammen bleiben. Doch das anfängliche Glück wird vom Alltag auf eine gehörige Probe gestellt. An der einstigen Liebe festhaltend, versuchen beide dagegen anzukämpfen, dass sie zu anderen Menschen geworden sind. Beobachtet werden sie bei alldem von Poppel und Mietzi, zwei Stofftieren, die ihre ganz eigene Sicht auf das Verhalten der Menschen haben.

Das Buch erzählt eine Geschichte vom Aufbrechen und Ankommen, vom Festhalten und Loslassen und der Suche danach, einen Platz für sich zu finden.

100 S., Paperback, ISBN  978-3-95780-037-4

9,90 €

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Frankfurter Kioskgeschichten

von Simon Zawalinski

 

Ein Kiosk ist ein Verkaufsort, aber auch Treffpunkt und Platz zum Verweilen. Hier begegnen sich Menschen unterschiedlichster Couleur. Der Banker trifft auf den Obdachlosen, der Polizist auf den Kriminellen, der Promi auf den Gescheiterten. Es ist ein Ort, an dem Geschichten erzählt werden und neue entstehen, Schicksale zusammengeführt werden und sich wahre Freundschaften bilden.
Simon Zawalinski betreibt am Rathenauplatz in Frankfurt am Main einen Kiosk, früher befand sich dieser am Börsenplatz. Seine Beobachtungen und Erlebnisse berichten aus einem Alltag, der voller Kuriositäten, interessanter Details und großer Namen ist.

208 S., Paperback, ISBN  978-3-95780-029-9

16,90 €

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Das andere Gesicht

Sechs Erzählungen

von Jürgen Drews

 

Ein Doppelgänger tritt in Florians Leben und ist mehr Fluch als Segen, bis sein Sterben einen neuen Blickwinkel eröffnet. Auch nach dem  Wiedersehen von Renate und Hans gibt es einen Todesfall mit unerwarteten Konsequenzen. Ein Kinderarzt wird nach einer ungewöhnlichen Begegnung ungewollt zum Detektiv, ein Witwer wird mit seiner Vergangenheit konfrontiert, einen Vater erschüttert der Zusammenbruch seines bisherigen Lebens. Und Anton muss befürchten, unheilbar krank zu sein; er erlebt nicht nur, wie seine Familie und seine Freunde reagieren, sondern muss sich auch mit seiner Sichtweise auf sich selbst auseinandersetzen. Sechs Geschichten – scharf beobachtet, pointiert erzählt und konsequent auf den Schlusspunkt ausgerichtet – machen nachdenklich, ohne den moralischen Zeigefinger zu erheben. Jürgen Drews zeigt ungewöhnliche Perspektivwechsel auf. Seine Protagonisten sind Menschen wie du und ich, und genau das lässt den Leser mitfühlen, miterleben und verstehen.

328 S., Paperback, ISBN  978-3-86520-499-8

16,90 €

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Ein Quartett für Paul

Novelle

von Heide Eickmann

 

»Schon vor vielen Jahren war Anna Henriette Kamrath, eine kleine, sehr hagere Dame von neunundsiebzig Jahren, gestorben, zumindest teilweise. Eine klare Angabe, wann das geschehen war, lässt sich nicht machen. Es war nicht von ihr beabsichtigt gewesen.«

 

Anna Henriette ist noch ein Kind, als ihr Bruder Paul in den 1930er-Jahren verschwindet. Zunächst in ein Heim, dann für immer. Paul war anders als die anderen Kinder. Jahrzehnte später kreuzen sich die Wege der Lehrerin Clara, des Musikers Hannes und des Jugendlichen Viktor in dem kleinen Ort, in dem Anna Henriette mittlerweile lebt. Sie erfahren von dem Schicksal des Jungen – und beschließen, es der Vergessenheit zu entreißen …

 

Behutsam nähert sich Heide Eickmann mit ihrer Novelle dem Thema Kinder-Euthanasie während der NS-Zeit und damit einem lange unbeleuchteten Kapitel deutscher Geschichte.

112 S., Paperback, ISBN  978-3-86520-450-9

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Paris

Sechs Jahre – sechste Etage – siebter Himmel?   

von Marlene Möller

 

Nach einem Studienjahr an der Sorbonne hat Marlene Möller gegen Ende der Sechzigerjahre Paris verlassen – 2005 kommt sie wieder und wird bleiben. Sechs Jahre lang dreht sich die Bühne mit Straßen-, Theater- und Friedhofsszenen, mit bunten Märkten, überfüllten und verlassenen Parks, kleinen Gassen und großen Boulevards – mit Menschen und Katzen. Künstler und Banker, Staatspräsidenten und Obdachlose tretenauf und verschwinden wieder, Begegnungen und Ausstellungen machen nachdenklich – und immer wieder verzaubern die Stadt und die Seine. Alles dreht sich und hat kein Ziel, wird lebendig beschrieben, manchmal mit leiser Melancholie. Zwischendurch bleibt die Drehbühne stehen; Zeit, um auf einer Bistroterrasse über die Eigenarten der Franzosen nachzudenken, über die Metropolen Paris und Berlin – und schließlich über die Gründe zurückzugehen – ins Schwabenland.

248 S., Paperback, ISBN  978-3-86520-481-3

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Inseltage

Erzählung   

von Heiner Meemken

 

Rainer liebt Sabine. Und Sabine liebt Rainer. Eigentlich. 25 Jahre lang sind die beiden verheiratet, als sie zu einem Kurzurlaub nach Spiekeroog aufbrechen. Romantisch und entspannt soll es werden, vielleicht sogar leidenschaftlich, ein Ausbruch aus dem Alltagstrott. Doch was sich dann innerhalb weniger Stunden nach ihrer Ankunft eruptiv Bahnen bricht, droht das ohnehin bröckelnde Fundament ihrer Ehe zu zerstören. Verwirrung und quälende Sprachlosigkeit machen sich breit, das Gefühl und die Angst, an einem Scheideweg zu stehen, der eine Rückkehr zur Vergangenheit unmöglich zu machen scheint …

 

Weitere Informationen auch unter www.inseltage.info und auf der Website des Autors.

160 S., Paperback, ISBN 978-3-86520-426-4

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Die Sammlerfalle

Kunst – Sammeln – Reisen. Erzählung   

von Wolfgang Felten

 

Wenn sie einmal zugeschnappt hat, gibt es meistens kein Entrinnen: Die Rede ist von der Sammlerfalle, in die Kunstfreunde getappt sind, wenn es immer noch ein bisschen mehr sein darf …Der Autor zappelt in dieser Falle seit über dreißig Jahren. In seinem Buch nimmt er uns mit auf eine amüsante und abenteuerliche Reise in die Welt der Künstler, Kunsthändler und Sammler, die ihn von New York bis Kambodscha, von Belgien bis Burma führt. Informativ und ironisch berichtet er von den Begegnungen mit den vielfältigen Facetten der Kunst – und ermöglicht dadurch einen spannenden Blick hinter die Fassaden des Kunstmarkts und einen lebendigen Zugang zu Fragen des Sammelns.

172 S., Paperback, ISBN  978-3-86520-386-1

16,90 €

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Der achtzigste Geburtstag

von Dietrich Bächler

 

Theobald hat wenig bis gar keine Lust, seinen achtzigsten Geburtstag zu feiern – seine vielköpfige Familie sieht das jedoch ganz anders … Der kleine Heiner schließt während des Zweiten Weltkriegs als Erntehelfer auf dem Land eine berührende Freundschaft mit einem russischen Kriegsgefangenen. Florian erinnert sich an seine skurrilen Jugenderlebnisse mit einer debilen Gräfin und einem fanatischen Nationalsozialisten während des Kriegs. Ein ehemaliger Kriegsgerichtsrat stellt sich den bohrenden Fragen des Neffen nach seiner »braunen Vergangenheit«. »Karl im Glück« erzählt sein bewegtes Leben von Unglück zu Unglück, bevor ihn der schnelle Herztod am Wirtshaustisch ereilt.
Fünf Einblicke in fünf verschiedene Lebensschicksale – mit einem wunderbaren Gespür für das nur allzu Menschliche erzählt.

96 S., Paperback, ISBN  978-3-86520-433-2

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Drei Frauen und ich

von Michael Ruf

 

BH, Tanga, Spitzen, drei Frauen – und wo bin ich? Die Leidenschaft des Krankenpflegers Mike heißt Baumarkt, Gattin Christine schwelgt im Tupper-Himmel. Dazu zwei Töchter so etwa mitten in der Pubertät … Mike stellt sich die Frage: Herr im Haus oder Depp vom Dienst? Zeit also, sich zu wehren!
Mit Hintersinn und einer gehörigen Portion Humor beleuchtet Autor Michael Ruf die kleinen und großen Kalamitäten in seinem Frauenhaushalt. Er erzählt von unterschwelligen Machtkämpfen und listigen Rachefeldzügen, die dann am süßesten sind, wenn sie in den Armen der Ehefrau enden. Und neben nützlichen Tipps aus der Welt des Heimwerkers bekommt der Leser auch Einblick in die Gepflogenheiten des Lebens in der badischen Provinz.

»Drei Frauen und ich« schildert den ganz normalen Familienwahnsinn – temporeich und spritzig bis zur letzten Zeile!

184 S., Paperback, ISBN  978-3-86520-383-0

15,90 €

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Die Brücke

und andere Erzählungen aus der Nachkriegszeit

von Rudolf Huber

 

Das vorliegende Bändchen enthält vier wunderbare, vom Autor selbst erlebte Geschichten aus der Münchner Nachkriegszeit. In unverkennbarer Verbundenheit mit seiner Heimatstadt erzählt Rudolf Huber von seiner Kindheit inmitten von Zerstörung und Wiederaufbau und von seiner Familie, die sich durch die Widrigkeiten der Zeit nicht entmutigen lässt.

64 S., Paperback, ISBN  978-3-86520-384-7

9,90 €

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Die Geschichte vom kranken König und seiner getreuen Tochter

Ein Märchen nicht nur für Erwachsene

von Heinz-Peter Lange

 

Vor circa hundert Jahren, zu einer Zeit, da sich die verbliebene Bevölkerung noch von den Nachwehen des »Großen Gemetzels« regenerieren wollte, wurde in den nördlichen Regionen des Reiches ein kleiner, unschuldiger Junge geboren. Er war der Jüngste von acht Geschwistern, die in ihrem kurzen Leben schon etliches an Not hatten erleiden müssen.

Mit 28 Abbildungen in s/w und Farbe.

60 S., Paperback, ISBN  978-3-86520-379-3

9,90 €

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Ganzkörpermassage

Erzählung

von Hans Walker

 

Auf seinen beruflichen Reisen um die Welt genießt Fotograf Max Berger regelmäßig Ganzkörpermassagen. Nicht nur wegen des positiven körperlichen Effekts, sondern auch, weil die Berührungen Erinnerungen an einen außergewöhnlichen Sommer auslösen … Eine schwäbische Kleinstadt in den Sechzigerjahren: Als junger Student mietet Max ein Zimmer im Haus der attraktiven Witwe Krämer. Er wähnt sich in einem gutbürgerlichen Viertel und befürchtet schon, mit seinem freizügigen Lebensstil anzuecken. Doch dann kommt alles ganz anders: Frau Krämer bringt ihn langsam, aber sicher um den Verstand, ihre Tochter ist die Offenherzigkeit in Person, in den Nachbarhäusern wohnen lesbische Klavierlehrerinnen, Spanner, Lederfetischisten und vereinsamte Ehefrauen. Max erlebt einen der aufregendsten Sommer seines Lebens: erotisch und zärtlich, fröhlich und melancholisch, intensiv und anregend.

200 S., Paperback, ISBN  978-3-86520-375-5

12,90 €

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Die Uraufführung

Eine satirische Erzählung

von Rudolf Heinemann

 

Beim Besuch einer geheimnisvollen chinesischen Prostituierten hat sich Anton Schriller als Folge eines Superorgasmus einen Hirnriss zugezogen. Seitdem fällt er gelegentlich in entrückte Zustände mit Gedächtnisverlust. Einen derartigen Aussetzer hat er auch, als er einer Uraufführung im sommerlichen Park seiner Heimatstadt beiwohnt. Hier wird das neue multimediale Gesamtkunstwerk eines Großkomponisten aufgeführt, dem Kontakte zu Außerirdischen nachgesagt werden. Als sich plötzlich am anderen Ende des Parks ein dort geparkter Jaguar ohne Motorstart in Bewegung setzt, fällt Anton Schriller wieder in einen seiner Zustände. Er hechtet auf das Heck des Wagens und rollt quer durch die Uraufführung, bevor er mit dem Auto im Abenddunst verschwindet.Schlafend in einem Blumenbeet wird Anton Schriller gefunden und dank seines Auftritts – an den er sich selbst nicht erinnern kann – zum Star der Uraufführung erklärt. Presse, Fernsehen, Musikmanager und auch der Kulturdezernent suchen seinen Kontakt. Er aber weist alle zurück, denn unter keinen Umständen will er gestehen, dass seine Tat mit der geheimnisvollen Chinesin zusammenhängt. Für ihn zählt nur eins: Sein Hechtsprung, zu dem ihn sein sexbedingter Hirnriss befähigte, verschafft ihm endlich den ersehnten Eintritt in die Musikgeschichte.

112 S., Paperback, ISBN  978-3-86520-362-5

12,90 €

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Scheidungskinder

Quirins Erzählung

von Dietrich Bächler

 

»Mit dem Papa ist das so eine Sache. Er wohnt nicht mehr bei uns.« Der kleine Quirin kann nicht verstehen, warum sich seine Eltern nicht mehr gern haben. Und dann auch noch diese neue Frau vom Papa, die unbedingt mit ihm und dem Andy befreundet sein will. Ihrem Sohn, dem Steppke, streicht der Papa viel zu liebevoll über die Haare. Die Mama kommt auf einmal mit so einem Ludwig daher – ihrem »Kollegen« – und dessen Geigengewinsel geht dem Quirin ganz schön auf die Nerven. Mit großem Einfühlungsvermögen für alle Parteien schildert Dietrich Bächler, was heute viele Familien betrifft: eine Scheidung. Doch was für die Gesellschaft längst zum Alltag gehört, bedeutet für die involvierten Kinder immer noch den Weltuntergang. Eines dieser ungezählten Kinder lässt Bächler nun zu Wort kommen, und erweitert so die Diskussion über das Thema um einen wichtigen Blickwinkel. Ein Blickwinkel, der deutlich macht, wie wütend und hilflos ein Kind dem Auseinanderdriften seiner Familie gegenübersteht, wie viel Versöhnlichkeit und Verständnis man ihm jedoch zutrauen kann, wenn man ihm Zeit gibt.

Außerdem von Dietrich Bächler im erschienen:»Ruhestand«, Roman (Allitera 2004), »Engelsbotschaft«, Erzählungen (Allitera 2005), »Reden wir nicht über Philipp. Zwiegespräche« (Buch&media 2007).

80 S., Paperback, ISBN 978-3-86520-348-9

9,90 €

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Reden wir nicht über Philipp

Zwiegespräche

von Dietrich Bächler

 

Punkt 16 Uhr haben die Eheleute Paula und Michael Gantner Tag für Tag eine verbindliche Verabredung: Sie treffen sich für eine Stunde zu ihren Teegesprächen. Von 17 bis 19 Uhr darf Michael dann an seinen Schreibtisch. Auf diese genaue Tagesstruktur hatte seine Frau bestanden, damit ihnen nicht die restlichen Tage ihres schon fortgeschrittenen Lebens unter den Fingern zerrinnen würden. So sitzen sie jeden Tag um den kleinen runden Teetisch aus Kirschholz, die silberne Teekanne in der Mitte und die Tee­schalen aus dünnem Porzellan vor sich. In dieser einen Stunde verlassen sie dann aber Raum und Zeit. Sie öffnen sich ihren Erinnerungen, dem anderen und der Welt. Umso erstaunlicher ist es, dass ein Thema explizit ausgelassen werden soll: Philipp – der rebellische Sohn, zu dem es ihnen nie gelungen war, eine Beziehung aufzubauen und zu dem der Kontakt letztlich ganz verloren ging. Doch genau dieser schleicht sich immer wieder in ihre Gespräche ein und wird dabei das erste Mal von den eigenen Eltern erkannt und in Freiheit entlassen.

104 S., Paperback, ISBN 978-3-86520-240-6

10,90 €

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